Gartenabfälle, Grünschnitt, Abfallablagerungen

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Frau Annette Stöwe-GanßaugeStandort anzeigen
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Herr Stephan BorghoffStandort anzeigen
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Allgemeine Informationen

Immer noch ist es zu beobachten, dass es insbesondere am Übergang von Gartengrundstücken zur freien Landschaft zu nicht unbeträchtlichen Ablagerungen von Gartenabfällen kommt. Das geht sogar so weit, dass der "Entsorgungsteil" des Gartens vollständig außerhalb des eigenen Grundstücks angelegt wird.

Größere Haufen mit Gehölz- und Rasenschnitt, gejätetem Unkraut und Küchenabfälle an Waldrändern, Hecken und Wegrainen sehen nicht nur hässlich aus, sondern belasten diese Lebensräume auch über Gebühr. Insbesondere die naturnahen Rand- und Saumbiotope wie Waldränder, Hecken und Wegraine sind mit dem Abbau von Gartenabfällen überfordert.

Rasenschnitthaufen bilden luftdichte, faulende Polster, die nicht mehr viel mit natürlichem humosem Waldboden gemein haben. Selbst ein konzentrierter Rotteprozess wie ein Komposthaufen, ist unter solchen Bedingungen nicht mehr möglich. Bei Schnittgut aus nichtheimischen Nadelgehölzen (v. a. Lebensbaum und Scheinzypresse) dauert der Zersetzungsvorgang schon deswegen sehr viel länger, weil hierzulande kaum Organismen zum Abbau dieser Koniferenarten entwickelt sind.

Zudem tragen diese Bio-Abfälle erhebliche Mengen von Nährstoffe in die Lebensräume ein. So hat z.B. Rasenschnitt ein sehr enges C: N-Verhältnis, enthält also im Verhältnis zur sonstigen Biomasse außerordentlich viel Stickstoff, der letztendlich zur Überdüngung führt. Da im Gegensatz zum Haus- und Gemüsegarten in den natürlichen Saumbiotopen keine Ernte, d.h. Nährstoffentzug stattfindet, reichern sich die Nährstoffe Jahr für Jahr an. Allenfalls mastig wachsende Brennesselfluren bewältigen solche Standortvoraussetzungen noch.

Rechtlich sind solche Ablagerungen übrigens als illegale Abfallentsorgung zu werten, die mit der Erstattung der anfallenden Entsorgungskosten und beachtlichem Bußgeld belegt werden können. Es gibt entgegen vereinzelt geäußerter Ansicht auch keine Plätze, an denen Ablagerungen diese Art als geduldet oder gewohnheitsmäßig etabliert gelten. Weder in Steinbrüchen, Kiesgruben, Wäldern, noch auf Parkplätzen und Friedhöfen haben Garten- und sonstige Abfälle etwas zu suchen.

Der im eigenen Garten anfallende Grünabfall sollte daher durch einen fachgerecht aufgesetzten Komposthaufen zu wertvoller Gartenerde entwickelt werden.
Kompostratgeber sind bei der Abfallberatung der Stadtverwaltung erhältlich.
Wer nicht selber kompostiert, muss sich der grünen Komposttonne anschließen, die in verschiedenen Behältergrößen angeboten werden.
Für Baum- und Strauchschnitt bietet die Stadt jeweils im Frühjahr und im Herbst die Häckselaktion an.
Termine dazu entnehmen Sie bitte dem Umweltkalender oder der Tagespresse.

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